12. April 2012 07:31 Uhr
Wie sich Brieftauben orientieren, bleibt ein Rätsel. Denn nun liegt eine neue Studie von Wissenschaftlern der Universität Wien vor, über die das Fachmagazin "Nature" berichtet. Sie stellt die gängige Theorie in Frage, nach der Vögel mit Hilfe eines kleinen magnetischen Körnchens im Schnabel das Erdmagnetfeld wahrnehmen.
Bislang wurde angenommen, dass Tauben die Stärke des Erdmagnetfeldes damit messen. Die Wiener Forscher hatten knapp 200 Felsentauben untersucht und sich gezielt auf die Suche nach eisenhaltigen Zellen gemacht. Dabei hätten sie zwar Eisenmineralien gefunden, doch diese seien von Taube zu Taube so unterschiedlich verteilt gewesen, dass sie nicht als Sensoren für die Orientierung zuständig sein könnten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)