12. April 2012 07:57 Uhr
Warum werden Bakterien zunehmend resistent gegen Antibiotika? Über diese Frage wird in der Wissenschaft viel geforscht und noch mehr diskutiert. Eine These ist, dass der massenhafte Einsatz von Antiobitika schuld ist, eine andere, dass Bakterien Resistenzgene im Erbgut haben, die sich extrem schnell ausbreiten.
Studien haben Anhaltspunkte für beide Theorien geliefert. Forscher aus Kanada schreiben im Fachmagazin "PLoS One" (DOI: 10.1371/journal.pone.0034953), dass es ihnen gelungen sei, mehr über die Resistenz zu erfahren. Demnach konnten sie Bakterien analysieren, die seit vier Millionen Jahren isoliert in den Tiefen unterirdischer Höhlen leben.
Es habe sich gezeigt, dass fast alle Bakterienstämme gegen bis zu vier der 26 gängigen Medikamente resistent gewesen seien. Die Fähigkeit, Antibiotika unschädlich zu machen, sei also ein zentrales und uraltes Merkmal von Bakterien.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)