12. April 2012 08:28 Uhr

Medizinforschung braucht einen Schub Kreativität

Der Fortschritt in der Biologie der vergangenen 15 Jahre sorgt für zu viel Schubladendenken. Das findet der Krebsforscher Jacob Scott. Er sagte auf einer US-Konferenz, die einzelnen Spezialisten hätten kaum noch Kontakte zu Experten anderer Fachgebiete. Ohne bessere Verknüpfung sei es aber kaum möglich, die großen technischen Fortschritte wie die Gensequenzierung wirklich nutzen zu können.

Scott plädiert deswegen für veränderte Auswahlverfahren bei Studenten. Kreative und neugierige Bewerber hätten oft nicht die besten Noten, würden aber mehr Verknüpfungen sehen.

Der 35-Jährige hat selbst einen breiten wissenschaftlichen Hintergrund: Er studierte am College Astrophysik und arbeitete danach als Reaktorkontroll-Assistent in einem Atom-U-Boot. Dann entschied er sich für ein Medizinstudium. Heute praktiziert er als Onkologe und studiert nebenbei biologische Mathematik.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)