12. April 2012 10:42 Uhr
Im Kampf gegen das gefährliche Dengue-Fieber haben Tierversuche bisher womöglich in die Irre geführt. US-Mikrobiologen haben beobachtet, dass das menschliche Immunsystem an einer anderen Stelle gegen das auslösende Virus vorgeht, als es etwa bei Mäusen geschieht. Wie sie im Fachmagazin PNAS schreiben, beobachteten sie Patienten, die die Krankheit überlebten. Diese erst jetzt identifizierte Schwachstelle soll einen besseren Ansatzpunkt für einen Impfstoff bieten. Probleme bereiten jedoch weiterhin die verschiedenen Virus-Varianten. So seien Menschen, die eine Infektion überlebten, gegen diese eine Form zwar für den Rest ihres Lebens immun. Zugleich aber verlaufe eine erneute Erkrankung mit einer anderen Variante umso schwerer.
Übertragen wird das Dengue-Virus von Mücken. Es kommt vor allem in den Tropen und Subtropen vor. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation erkranken jährlich 50 bis 100 Millionen Menschen. Mehr als 20.000 von ihnen sterben, die meisten sind Kinder.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)