12. April 2012 12:22 Uhr
Wie haben Meeressaurier ihre Kinder bekommen?
Auf diese Frage könnte ein Reptilienfund aus Brasilien neue Antworten geben. Wie das Fachmagazin "History Biology" schreibt, haben Paläontologen die Fossilien eines 280 Millionen Jahre alten Meeressauriers gefunden. Das Besondere an dem Fund: Das Tier war schwanger. Es ist der älteste bekannte Reptilienembryo weltweit.
Wie die Wissenschaftler aus Uruguay schreiben, liefert der Fund in Brasilien Hinweise darauf, dass der Embryo keine Eierschale hatte. Das heißt, er wurde entweder quasi im Mutterleib ausgebrütet und schlüpfte dann nur noch aus einer weichen Hülle oder er wurde komplett lebend geboren.
Von beiden Fortpflanzungsstrategien wurde angenommen, dass sie erst wesentlich später entstanden. Ein Reptilienfund in Brasiliens Nachbarland Uruguay liefert ähnliche Hinweise.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)