12. April 2012 11:52 Uhr
Telefon, PC, Tablets - die Kommunikationsgeräte, die unseren Alltag bestimmen, haben eines gemein: Sie arbeiten alle üblicherweise in Netzwerken.
Wissenschaftler des Max-Planck-Instiuts in Garching melden jetzt einen Forschungserfolg. Sie haben nach eigenen Angaben ein erstes kleines Quantennetz geschaffen. Es besteht aus zwei Atomen - also der kleinstmöglichen Form, Information zu speichern.
Der Austausch von Quanteninformationen funktioniert grundsätzlich anders als die übliche digitale Übertragung. Denn bei Quanten gibt es nicht nur die Zustände 0 oder 1, sondern, und das ist das Aufregende für die Forscher: Beide Zustände treten grundsätzlich gleichzeitig auf. Erst durch die Messung steht der Wert eines Quantenbits fest.
Damit lassen sich komplizierte Berechnungen deutlich effizienter durchführen als mit den herkömmlichen Methoden - mehr Information könnte schneller übertragen werden.
Laut MPI besteht das jetzt geschaffene Netzwerk zwar nur aus zwei Knoten, kann aber so lange wie nötig stabil gehalten und grundsätzlich erweitert werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)