13. April 2012 08:27 Uhr

Stammzell-Therapie für HIV-Mäuse

So ganz gelingt auch HI-Viren ihr Versteckspiel nicht. Sie nisten sich zwar innerhalb bestimmter Zellen des Immunsystems ein - befallene Zellen aber verraten sich durch Eiweiße, die sie auf ihrer Oberfläche tragen. Diese können durch andere Zellen des Immunsystems, sogenannte Killerzellen, erkannt und gezielt zerstört werden. Das Erkennen funktioniert mit Hilfe eines Rezeptors, der auf die verräterischen Oberflächenproteine passt.

Amerikanischen Forschern der Universität Kalifonien ist es nun gelungen, die Zahl der Killerzellen im Tierversuch zu erhöhen, die nach HIV-infizierten Zellen suchen. Sie spritzten den Tieren Stammzellen, die so verändert waren, dass sie den dafür notwendigen Rezeptor ausbildeten. Mit Erfolg, wie die Forscher im Fachmagazin "PloS Pathogens" schreiben: Die Stammzellen hätten sich im Körper der Mäuse vermehrt und eine HIV-Infektion zurückdrängen können.

Um die Methode auch bei Menschen anwenden zu können, müsse sie aber noch verfeinert werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)