13. April 2012 08:53 Uhr

Blogger Milli über Menschenrechte und den Songcontest in Aserbaidschan

Alles was in Aserbaidschan passiert, ist politisch. So sieht es der Blogger und Menschenrechtler Emin Milli wenige Wochen vor dem Eurovision Song Contest, der in diesem Jahr in seiner Heimat Aserbaidschan ausgetragen wird. Das Land wird immer wieder wegen Menschenrechtsverletzungen kritisiert.

Im Interview mit der "Frankfurter Rundschau" sagte Milli, die Veranstalter des Wettbewerbs betonten zwar, der Contest sei nicht politisch. Doch das zu behaupten sei naiv, denn das Regime vereinnahme jede Errungenschaft im Sport- oder Kulturbereich für sich. Somit sei alles politisch.

Weil er die Regierung kritisiert hatte, war Milli mehr als zwei Jahre lang in Haft. Zurzeit lebt er in London und studiert. Im September will er nach Aserbaidschan zurückkehren, obwohl er damit rechnet, wieder verhaftet zu werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)