13. April 2012 08:57 Uhr
Über 15 Jahre lange war der "Heilige Rock" in Trier nicht ausgestellt, doch ab heute dürfte die Reliquie wieder hunderttausende Pilger anziehen. Die rotbraune Tunika soll einst Jesus Christus gehört haben. Wissenschaftliche Belege für ihre Echtheit gibt es nicht. Der Überlieferung nach soll aber die Mutter von Konstantin dem Großen, die Heilige Helena, im vierten Jahrhundert den Stoff in Jerusalem gefunden und ihn der Trierer Kirche geschenkt haben.
Auch die Evangelische Kirche beteiligt sich an Veranstaltungen rund um die "Heilig-Rock-Wallfahrt", obwohl ihr Reliquienverehrung fremd ist. In der "Frankfurter Rundschau" verteidigte Oberkirchenrätin Barbara Rudolph das. Für Protestanten sei es kein Problem, zu einem Ort zu pilgern, an der eine Reliquie aufbewahrt werde. Eine Belohnung in Form eines Ablasses gebe es dafür jedoch nicht. Auch werde der Stoff nicht als "Heilsgegenstand" erklärt.
Die Tunika ist in Trier bis zum 13. Mai ausgestellt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)