13. April 2012 09:27 Uhr

US-Wissenschaftler veröffentlichen Langzeitstudie zu "Crystal Meth"

Mit Drogen schaden Mütter nicht nur sich selbst, sondern auch ihren Kindern. Im Fall von Methamphetamin führt der Konsum der Mutter zu dauerhaften Verhaltensstörungen beim Kind. Das ist das Ergebnis von Wissenschaftlern aus den USA. Sie hatten erstmals in einer Langzeitstudie die synthetische Droge erforscht, die in der Szene auch als "Meth" oder "Crystal Speed" bekannt ist.

In einer Fachzeitschrift ("Pediatrics") berichten die Forscher, dass sie als Folge der Droge bei Kleinkindern Ängstlichkeit und Depressivität festgestellt haben. Bei den Älteren beobachteten sie gesteigerte Aggressivität und Aufmerksamkeitsdefizite, wenn die Mütter längere Zeit Methamphetamin nahmen. Für die Studie wurden mehr als 300 Kinder über mehrere Jahre beobachtet und befragt.

"Crystal Meth" wird laut Statistik allein in den USA von zehn Millionen Menschen genommen. Ein Prozent von ihnen sind schätzungsweise schwangere Frauen. Die Droge steigert kurzfristig die Konzentrationsfähigkeit, überbrückt Ermüdung, stärkt das Selbstbewusstsein und mindert das Schmerzempfinden. Sie wurde deshalb auch unter anderem im Zweiten Weltkrieg von Luftwaffen-Piloten genommen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)