13. April 2012 09:52 Uhr
Menthol ist als Zutat nicht nur ein Klassiker bei Pfefferminzbonbons, sondern auch bei Zigaretten. Es ist eines von vielen Rezepten der Tabakhersteller, um dem Tabak seinen urspünglich harten Geschmack zu nehmen - und so die Zigarette für viele Raucher attraktiver zu machen. Wissenschaftler aus den USA haben jetzt ermittelt, dass Raucher von Mentholzigaretten häufiger einen Schlaganfall bekommen als Raucher gewöhnlicher Sorten.
Für ihre Studie befragten sie rund 5.000 Raucher. 2,7 Prozent der Konsumenten normaler Zigaretten gaben an, einen Schlaganfall gehabt zu haben. Bei den Mentholzigaretten lag der Wert bei 3,5 Prozent. Ein Schlaganfall ist allerdings nur eine von vielen möglichen Folgen des Rauchens.
Erklären können die Wissenschaftler ihre Zahlen nicht. Sie vermuten aber, dass sich die Mentholzigaretten auf die Blutgefäße auswirken, insbesondere aufs Gehirn. Grundsätzlich gelte, dass es Mentholzigaretten leichter machten, mit dem Rauchen anzufangen und schwerer, wieder damit aufzuhören.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)