13. April 2012 12:24 Uhr
Viele kleine statt einer großen Nadel: So heißt das Patentrezept der Forscher von der Emory Universität in Atlanta, wenn es ums Impfen geht. Sie haben ein Pflaster entwickelt, das die Spritze ersetzen soll - zumindest im Kampf gegen Grippeviren. Es ist mit vielen, mikroskopisch kleinen Nadeln besetzt, die mit Impfstoff beschichtet sind.
Die Forscher schreiben im Fachmagazin "Scientific Reports", ihre Methode sei der üblichen Spritzen-Methode in mehrfacher Hinsicht überlegen. Zum einen hätten die Versuchstiere im Vergleich schon nach kürzerer Zeit spezifische Antikörper im Blut gehabt. Zum anderen hätten diese auch länger durchgehalten. Vor allem aber hätten sich Grippeviren in den Lungen gespritzter Tiere stärker ausbreiten können.
Jetzt müssten klinische Studien prüfen, ob die Methode auch beim Menschen so gut wirkt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)