15. April 2012 12:19 Uhr

Seltene neuseeländische Brückenechsen ausgewildert

Neuseeland versucht, seine seltenen Brückenechsen weiter zu vermehren. Vor kurzem wurden 60 Exemplare auf einer Insel vor Auckland ausgewildert. Tierschützer hoffen, der Bestand könne in den nächsten 300 Jahren auf mehrere Tausende anwachsen.

Die Brückenechsen heißen in der Sprache der Maori "Tuatara", das bedeutet "Stachelträger". Sie sind derzeit nicht vom Aussterben bedroht, gelten aber als gefährdet. Polynesische und europäische Siedler hatten Ratten eingeschleppt, die die Eier der Echsen auffraßen. Neuseeland arbeitet daran, zahlreiche kleine Inseln von Ratten und anderen räuberischen Tieren zu befreien, um dort die Tuatara und andere gefährdete einheimische Tiere wie den Kiwi wieder anzusiedeln.

Die Echsen leben auch in einigen Tierparks. Dort werden sie derzeit für die Wintersaison vorbereitet. Dann sind sie weniger aktiv, weil sie von der Wärme ihrer Umgebung abhängig sind. Allerdings ertragen Tuatara niedrige Temperaturen als andere Reptilien. Ihre Vorfahren lebten schon vor rund 200 Millionen Jahren.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)