16. April 2012 07:28 Uhr

Speiseplan der Gorillas enthält krebsvorbeugende Pflanzen

Pflanzen mit hormonähnlichen Stoffen können vor Krebs schützen. Darum stehen sie offenbar nicht nur beim Menschen auf dem Speiseplan. Wie Forscher aus den USA und Kanada jetzt herausgefunden haben, besteht ein Teil der Nahrung von Gorillas und den roten Stummelaffen in Uganda aus Soja-Bohnen und Klee. Beide Pflanzen enthalten Substanzen, die den weiblichen Geschlechtshormonen ähnlich sind und "Pflanzenöstrogene" genannt werden. Sie können das Risiko für hormonbedingte Krebsarten wie Brustkrebs verringern.

Wie die Wissenschaftler in einem Fachblatt schreiben (American Journal of Physical Anthropology), schaden die Stoffe jedoch in hoher Dosis. Im Speiseplan der Primaten seien durchschnittlich acht bis zehn Prozent der entsprechenden Pflanzen gefunden worden. Ob die Tiere damit instinktiv die für sie gute Dosis wählen, ist noch unklar. Nach Angaben der Forscher kann die Studie dennoch wichtige Hinweise darauf geben, in welcher exakten Dosis der Körper - ob nun der des Menschen oder des Affen - die Stoffe vertragen kann.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)