16. April 2012 08:28 Uhr
Für Ali Kizilkaya ist die Diskussion über die Koranverteilungen "panisch". Und für Panik gebe es keinen Grund. So sieht es der Vorsitzende des Islamrats in Deutschland. Im Interview mit dem "Kölner Stadt-Anzeiger" sagte er, grundsätzlich sei es erlaubt, religiöse Schriften zu verteilen, und das gelte auch für den Koran. Das sei so ähnlich, als würde die Bibel verteilt. Auch wenn die Salafisten, die Bücher verschenken, in der Gesellschaft kritisch dikutiert würden, mache das den Koran selbst nicht unerlaubt. Somit werden laut Kizilkaya auch keine Gesetze übertreten.
Über die Salafisten sagte er, sie hätten in der islamischen Gemeinschaft keine große Bedeutung. Aber die große Aufmerksamkeit, die sie nun in den Medien erführen, fördere ihre Bedeutung vielleicht noch.
Ali Kizilkaya wurde in der Türkei geboren und kam vor 40 Jahren nach Deutschland. Er ist nicht nur Vorsitzender des Islamrats, sondern auch Sprecher des Koordinierungsrats der Muslime, einer islamischen Dachorganisation.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)