16. April 2012 08:52 Uhr
Bei der Tiermast werden womöglich immer noch zu viele Antibiotika eingesetzt. Das geht aus Angaben des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hervor. Ein Sprecher sagte dem "Spiegel", eine Reihe von Pharmafirmen hätten es bisher versäumt, ihre Abgabemengen zu melden. Eigentlich gab es dafür eine Frist bis Ende März. Das Amt hat deshalb nun Mahnbriefe an die Unternehmen verschickt.
Die Bundesregierung hatte die Informationspflicht beschlossen, um die steigende Medikamenten-Vergabe besser kontrollieren zu können. Laut einer nordrhein-westfälischen Studie wurden mehr als 90 Prozent des Geflügels in den untersuchten Betrieben mit Antibiotika behandelt. Bereits seit 2006 dürfen Arzneimittel EU-weit in der Tierhaltung nur noch gegen Krankheiten eingesetzt werden. Der Einsatz zur Verbesserung der Mastergebnisse ist dagegen verboten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)