16. April 2012 09:55 Uhr
Wegen der Bilder aus den 70er und 80er Jahren ist Äthiopien für viele Menschen immer noch das "Hungerland". Doch der Staat in Ostafrika will weg von dem Image und arbeitet an einem Frühwarnsystem. In der Zeitung "Die Welt" ist zu lesen, wie das funktioniert. Dabei laufen in den Regionen Äthiopiens Daten aus dutzenden Bezirken zusammen, über Regenfälle, Preise, Krankheiten und über den Umfang der Oberarme von Kindern. Die Zahlen werden ausgewertet, um mögliche Engpässe bei der Nahrungsmittelversorgung möglichst früh vorhersehen zu können. Dann reagieren die Gemeinden und stellen sich auf die Veränderungen ein. Das System funktioniert offenbar. Denn laut dem Zeitungsbericht ist bei der Dürre im vergangenen Jahr in Äthiopien niemand verhungert.
Probleme gibt es aber dennoch: So werden die Abstände zwischen den einzelnen Dürren kürzer. Außerdem können nicht alle über das Frühwarnsystem erreicht werden, wie zum Beispiel Nomaden, die mit ihrem Vieh umherziehen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)