16. April 2012 12:22 Uhr
Größer ist besser. Das gilt dem Neurologen Charles DeCarli von der Universität Kalifornien zufolge zumindest für das menschliche Gehirn.
DeCarli hat gemeinsam mit mehr als 80 Wissenschaftlern herausgefunden, dass eine bestimmte Genkombination dazu führen kann, dass das Hirnvolumen schrumpft. Das führe zwar nicht direkt zu Alzheimer, verdopple aber das Risiko, an Alzheimer zu erkranken. Denn wenn das Hirn schrumpfe, habe es im Falle von Alzheimer weniger widerstandsfähige Reserven. Für ihre Studie untersuchten die Wissenschaftler mehr als 9.000 gesunde, ältere Menschen. Kamen vier bestimmte Gene in Kombination vor, war der Hippocampus im Großhirn kleiner.
Die Ergebnisse veröffentlichten die Forscher im Magazin "Nature Genetics". Dort ist auch eine zweite Studie unter Mitarbeit von DeCharli erschienen, in der es darum geht, welche Gene für die Entwicklung des Gehirns wichtig sind.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)