17. April 2012 10:21 Uhr

Hongkong will Geburtentourismus abschaffen

Mit einer Geburt in Hongkong lassen sich einige Vorschriften des chinesischen Festlands umgehen: Hier gilt die Ein-Kind-Politik nicht und die Babys erhalten automatisch ein Aufenthaltsrecht in der liberaleren Sonderverwaltungszone. Deswegen erlebte Hongkong in den vergangenen Jahren einen regelrechten Geburtentourismus - 2010 stammte knapp die Hälfte der Mütter aus Festlandchina.

Damit soll nun Schluss sein. Das hat der neue Verwaltungschef Leung Chun Ying angekündigt, der Ende März gewählt worden war. Er sagte dem Fernsehsender RTHK, künftig sollten die Kinder nur dann ein Aufenthaltsrecht bekommen, wenn der Vater aus Hongkong stamme. Damit würde die Sonderverwaltungszone ihre Regelungen erneut verschärfen. Bisher hatte sie die Zahl der Geburten immer weiter beschränkt.

Großbritannien hatte die ehemalige Kronkolonie 1997 an China zurückgegeben. Hongkong genießt seitdem einige Autonomierechte.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)