17. April 2012 11:53 Uhr

New York Times: Wissenschaftler fordern andere Drittmittelvergabe

"Wissenschaft ist zu einem Spiel um alles oder nichts geworden." So beschreibt die New York Times die Befürchtung einiger Forscher. Wer als erster eine wissenschaftliche Entdeckung veröffentliche, bekomme auch die Lorbeeren dafür. Das führe dazu, dass der Topf der Forschungsgelder nur unter einer kleinen Gruppe von Wissenschaftlern aufgeteilt werde. Die Zeitung zitiert den Chefredakteur des Fachjournals "mBio", Arturo Casadevall mit den Worten, inzwischen gebe es perverse Anreize für wissenschaftliches Fehlverhalten.

Die New York Times beruft sich auf eine Studie, laut der heute deutlich mehr wissenschaftliche Artikel wegen Fehlern zurückgezogen werden müssen als vor zehn Jahren. Nach Ansicht von Casadevall und anderen Kollegen ist der Grund dafür ein ungesundes wissenschaftliches Klima. Daher fordern sie, Forschungsgelder dürften nicht nur an einige wenige Institute gehen, sondern müssten besser verteilt werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)