17. April 2012 12:28 Uhr

Urheberrechtsverletzungen in China schaden Entwicklung der Filmindustrie

China ist bekannt für seine fleißigen Raubkopierer. Aber nicht nur der Filmbranche in den USA schaden sie erheblich - auch die heimischen Produktionen müssen deswegen Einbußen hinnehmen. Wie das Fachblatt "Variety" schreibt, hat China im ersten Quartal des Jahres zwar Japan als zweitgrößten Filmmarkt der Welt nach den USA überholt. Die geschäftsschädigende Wirkung von Raubkopien sei aber deutlich spürbar.

Filmstudios in den USA bestreiten demnach 70 Prozent ihrer Einnahmen aus DVD-Verkäufen und Lizenzgebühren von Fernsehsendern. In China liege dieser Anteil dagegen bei nur zehn Prozent. Der Rest müsse aus Kinoeinnahmen kommen. Mike Ells, der beim Verband der amerikanischen Filmproduzenten und -verleiher für Asien zuständig ist, sagte dem Blatt, die Einbußen durch Urheberrechtsverletzungen schadeten der Entwicklung des Filmgeschäfts.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)