17. April 2012 13:58 Uhr
Es hört sich fast nach einem Wettstreit an: Welche Vogelart ist am vielseitigsten? Bisher galten unter Wissenschaftlern die Darwin-Finken als die Vogelfamilie, die sich in der Evolution den meisten Lebenweisen angepasst hat. Ein Team internationaler Wissenschaftler ist jetzt der Meinung, dass eine andere Art den Finken von den Galapagos-Inseln den Rang abläuft: Die Vangawürger aus Madagaskar seien noch vielfältiger.
Im Fachmagazin "PNAS" schreiben sie, dass die Vanga-Vögel mit ihren 22 Arten praktisch das Spektrum von mehreren tausend Vogelarten abdecken. Demnach sind die Vögel unterschiedlich groß, ihre Schnäbel sind verschieden geformt und auch die Ernährungsweise unterscheidet sich. Den Wissenschaftlern zufolge ist zum Beispiel der Kleibervanga mit 13 Zentimetern recht klein und ernährt sich von Insekten auf Blättern. Dagegen könne der Helmvanga mit einer Größe von 30 Zentimetern auch Frösche, Eidechsen und Geckos fressen.
Die Vögel haben sich nach der Ansicht der Wissenschaftler besonders gut entwickeln können, weil sie sich an die unterschiedliche Nahrung auf Madagaskar angepasst haben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)