17. April 2012 16:26 Uhr
Der Hausarrest hält ihn von seinem neuen Job nicht ab. Der Wikileaks-Gründer Julian Assange hat heute seine erste Sendung als Moderator im russischen Fernsehen bestritten. Eingeladen war der Chef der libanesischen Hisbollah, Hassan Nasrallah. Assange befragte ihn von seinem Haus in London aus über eine Videoschaltung mit Dolmetschern. Medien warfen Assange vor, zu unkritisch mit Nasrallah umgegangen zu sein. Es soll das erste von insgesamt zwölf Interviews sein, die im englischsprachigen Programm des staatlich finanzierten russischen Senders RT laufen.
Für die Sendung "In der Welt von morgen" hatte sich Assange in einem Trailer als Kämpfer der Wahrheit und des Fortschritts beworben. Er steht wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung unter Hausarrest. Assange vermutet dahinter einen Racheakt für die Veröffentlichungen der Plattform Wikileaks.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)