18. April 2012 07:24 Uhr
Der Salafismus geht auf den arabischen Begriff Salafia zurück, der eine im 19. Jahrhundert entstandene islamische Reformbewegung bezeichnet. Deren Anhänger sahen den Islam erstarrt in einer mittelalterlichen Gesetzesreligion und geprägt von Aberglauben. Sie orientierten sich stattdessen an einem idealisierten frühzeitlichen Bild des Islam.
Salafismus bezeichnet heute eine Strömung des Islam, die von sich behauptet, besonders eng dem Wortlaut des Korans und den Überlieferungen über das Leben des Propheten zu folgen.
Salafisten lehnen nicht nur die Moderne sondern auch eine Weiterentwicklung der islamischen Theologie und seiner religiösen Praxis ab. Das gilt auch für die Regelung privater Lebensbereiche wie die Kleidervorschrift. So begehen Frauen, die kein Kopftuch tragen, nach Ansicht der Salafisten eine schwere Sünde.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)