18. April 2012 07:54 Uhr
Sein Einsatz für die Pressefreiheit hat sich gelohnt. Für die Demokratie in Aserbaidschan sowieso, aber auch für ihn persönlich: Der aserbaidschanische Journalist Eynulla Fatullajew bekommt in diesem Jahr den UNESCO-Preis für Pressefreiheit.
Die Jury der UNO-Kulturorganisation begründete ihre Entscheidung damit, dass Fatullajew sich unermüdlich und standhaft für das Recht auf freie Meinungsäußerung ausgesprochen habe. Der 35-jährige Journalist saß vier Jahre im Gefängnis. Menschenrechtsaktivisten vermuten, dass der Chefredakteur zweier regierungskritischer Zeitungen dadurch zum Schweigen gebracht werden sollte. Im vergangenen Jahr kam Fatullajew frei.
Nach Angaben der Organisation Reporter ohne Grenzen sind die Arbeitsbedingungen für Journalisten in Aserbaidschan denkbar schlecht. Auf der Rangliste zur Pressefreiheit landete die vorderasiatische Republik im vergangenen Jahr auf Platz 162 von 179.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)