18. April 2012 08:51 Uhr
Ein zwei Meter hoher Vogelmisthaufen war für Forscher eine ergiebige Datenquelle. Wie die kanadischen Forscher im Fachmagazin "Proceedings B" der britischen Royal Society berichten, ließ sich anhand der zum Teil 50 Jahre alten Überreste die Ernährung der Vögel nachvollziehen. Es zeigte sich, dass der Einsatz des Pflanzengifts DDT seit den 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts die Insektengemeinschaft dramatisch verändert hat. Somit änderten auch die Vögel ihren Speiseplan. Weil DDT viele Käferarten tötete, mussten sie auf weniger nährstoffreiche Wanzen ausweichen.
Der Einsatz von DDT in der Landwirtschaft wurde später verringert und schließlich ganz verboten. Seit den 90er Jahren fressen die Vögel den Forschern zufolge wieder öfter Käfer. Ihr Speiseplan unterscheide sich aber nach wie vor von dem vor dem Einsatz von DDT.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)