18. April 2012 08:52 Uhr

Pulitzer-Jury in Erklärungsnot

Verlage und Autoren in den USA sind enttäuscht von der Pulitzer-Preis-Jury. Deren Mitglieder hatten sich in diesem Jahr nicht auf einen Preisträger in der Kategorie "Roman" geeinigt. Die Vertreter von Buchverlagen bezeichneten das als "verpasste Chance". Es sei kein Jahr vorstellbar, in dem die Branche den Pulitzer-Preis dringender gebraucht hätte. Auch die Jury des Vorjahres äußerte sich enttäuscht. Sie hatte 300 Titel gelesen und drei für den Preis vorgeschlagen. Warum keines der Bücher ausgewählt wurde, dazu wollen die Entscheider nichts sagen. Es sei aber eine "wohlüberlegte Entscheidung" gewesen.

Der Pulitzer-Preis wird auch für herausragenden Journalismus vergeben. Er ist eine der wichtigsten Auszeichnungen in den USA. Benannt ist er nach dem Verleger Joseph Pulitzer.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)