18. April 2012 13:23 Uhr
Elefantenwilderei ist offenbar nur möglich, weil staatliche Stellen die Augen zumachen. Die Afrika-Referentin der Naturschutzorganisation WWF, Ilka Herbinger, geht sogar davon aus, dass einige Regierungen die Wilderer finanziell unterstützen. Herbinger sagte der Deutschen Presse-Agentur, anders könnten die kriminellen Banden gar nicht an Waffen kommen und sich die nötigen Handelswege erschließen.
Elefanten werden laut Herbinger inzwischen nicht mehr nur im Kongobecken, sondern zunehmend auch in Ostafrika gejagt - etwa in Mosambik und Tansania. Dort habe man in lezter Zeit mehrere vergiftete Wasserlöcher entdeckt, aus denen die Tiere tranken und dann starben.
Die Wilderer seien nicht mehr nur auf Elfenbein aus, sondern auch auf Elefantenfleisch. Das gelte in Asien als Luxusgut. Deshalb würden hohe Preise dafür gezahlt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)