18. April 2012 14:53 Uhr
Imame in Deutschland haben nicht den besten Ruf - oft gelten sie als radikal und unangepasst. Das Bundesamt für Migration und das Zentrum für Türkeistudien legten jetzt eine gemeinsame Studie zu Imamen vor.
Das Ergebnis: Die meisten stünden für einen dialogbereiten Islam und seien offen für Diskussionen. Ein Problem sei in vielen Fällen die Sprache: Nur elf Prozent der Imame gaben an, gut Deutsch zu sprechen. Zwar liege ihr Bildungsniveau deutlich über dem Durchschnitt der muslimischen Bevölkerung, die Sprachkenntnisse seien allerdings wesentlich schlechter.
Der Studie zufolge gibt es in Deutschland etwa 2.300 Moscheegemeinden, in den meisten ist ein Imam tätig.
Morgen findet die nächste Sitzung der Islamkonferenz statt, bei der es auch um die Integration von Muslimen in Deutschland geht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)