18. April 2012 17:10 Uhr
Die britische Regierung hat Geheimakten aus der Kolonialzeit veröffentlicht. Die BBC berichtet, aus den Akten gehe zum Beispiel hervor, dass Kenianern in den 50er Jahren systematisch Besitz wie Viehbestände weggenommen wurde. Kenia war bis 1963 britische Kolonie.
Die britische Regierung hatte die Akten lange Zeit als verschwunden erklärt. Im Zusammenhang mit einem Prozess wurden sie im vergangenen Jahr gesucht und in Archiven in London ausgegraben. Vier Kenianer hatten damals gegen die britische Regierung geklagt, weil sie in den 50er Jahren von britischen Soldaten gefoltert worden waren. Die Regierung gab die Vorwürfe zu. Das Gericht forderte sie auf, die geheimen Akten zu veröffentlichen.
Die Papiere, die jetzt im Archiv eingesehen werden können, sind laut BBC erst der Anfang. Bis zum November des kommenden Jahres sollen weitere Akten aus den 30er bis 70er Jahren folgen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)