18. April 2012 17:02 Uhr

Münsteraner Forscher entdecken antike Ruine in sudanesischer Wüste

Es gibt noch immer weiße Flecken auf der Landkarte - trotz moderner Satellitentechniken. Solche Lücken versuchen Ägyptologen und Koptologen der Universität Münster zu schließen - und zwar zu Fuß. Bei ihrer letzten Exkursion haben sie eine bislang unbekannte Ruine in der Wüste Bayuda im Sudan identifiziert.

Auf Satellitenbildern war nicht zu erkennen, ob es sich um ein Gehöft oder um eine antike Ruine handelte. Bei ihren Vor-Ort-Untersuchungen stellten die Forscher fest, dass das Bauwerk zwischen dem dritten und fünften Jahrhundert nach Christus entstanden sein muss.

Die Ruine ist weder auf der britischen Kolonialkarte noch auf russischen Generalstabskarten verzeichnet. Auch einen Namen konnten die Wissenschaftler nicht herausfinden, da das Gebiet in 20 Kilometern Umkreis unbewohnt ist. Übergangsweise heißt die Ruine jetzt wie der Professor, der sie entdeckt hat: "Haus Baldur".

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)