19. April 2012 06:24 Uhr

Rückspiegel: Heute vor 100 Jahren wurde der Begriff "Intelligenzquotient" erstmals öffentlich verwendet

Heute vor 100 Jahren, also am 19. April 1912, wurde zum ersten Mal öffentlich der Begriff "Intelligenzquotient" verwendet. Der deutsche Psychologe Wilhelm oder William Stern präsentierte seine Erfindung auf dem fünften "Kongress für experimentelle Psychologie" in Berlin. Dabei widersprach er der bisherigen Forschung nach Alfred Binet und schlug eine neue Art vor, den Intelligenzgrad eines Kindes zu berechnen.

Bei Binet absolvierten Kinder einen altersgestaffelten Test. Aus der Anzahl richtig gelöster Aufgaben errechnete sich eine Punktzahl, die das "Intelligenzalter" ergab. Stern veranlasste, dass das ermittelte "Intelligenzalter" eines Menschen zusätzlich durch die Zahl seiner Lebensjahre geteilt wird. Das Ergebnis wird anschließend mit 100 multipliziert. Demnach entspricht bei einem IQ von 100 das geistige Alter exakt dem Lebensalter. Wer einen Wert von unter 71 erreicht, gilt als geistig behindert, bei einem Wert von über 130 gelten Menschen als hochbegabt.

Der "Intelligenzquotient" setzte sich bald durch und wurde als "IQ" einer der bekanntesten psychologischen Begriffe.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)