19. April 2012 07:00 Uhr
"Rund 150 Wasserkraftwerke werden den Amazonas-Zuflüssen in den Anden nicht gut bekommen." Aus Sicht von Forschern am Zentrum für Umweltrecht in Washington ist die Zahl der geplanten Staudämme zu hoch. Sie warnen im Fachmagazin "PLoS ONE" vor negativen Umweltauswirkungen von bisher unerwartetem Ausmaß.
Es geht um Kraftwerke, die hauptsächlich in Peru und Ecuador, aber auch in Bolivien und Kolumbien gebaut werden sollen - etwa 150 Stück innerhalb der nächsten 20 Jahre. In ihrer Studie kommen die Wissenschaftler zu dem Ergebnis, dass etwa die Hälfte dieser Energieprojekte starke Auswirkungen auf die Umwelt haben wird - zum Beispiel auf den Lebensraum vieler Fischarten. Außerdem würden Wälder überflutet.
Der Vorschlag der Wissenschaftler: Neue Staudämme müssten international geplant werden. Dabei sollte besonders auf die Auswirkungen auf das Flussnetz geachtet werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)