19. April 2012 07:29 Uhr

Forscher in "Science": Gletscher im Himalaya schmelzen weniger als gedacht

Die Mehrheit der Himalaya-Gletscher nimmt zwar ab, aber deutlich langsamer als bisher angenommen. Das geht aus einer Untersuchung eines internationalen Forscherteams mit deutscher Beteiligung hervor.

Wie die TU Dresden mitteilte, wurde damit bestätigt, dass die vom Weltklimarat prognostizierten Schwundszenarien übertrieben waren. Der Weltklimarat hatte bereits einen entsprechenden Fehler in seinem Bericht aus dem Jahr 2007 eingeräumt.

In der Studie, die in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Science" erscheint, schreiben die Wissenschaftler zudem, der Gletscherschwund im Himalaya werde sich nicht wesentlich auf den Wasserabfluss der großen Flüsse wie dem Indus und dem Ganges auswirken.

Ein großes Gefahrenpotenzial für die Bevölkerung in der Region sehen die Forscher dagegen bei neu entstehenden und sich rasch vergrößernden Gletscherseen. So könnte die Wasser- und Geröllflut von ausgebrochenen Gletscherseen für tiefer liegende Gebiete verheerende Folgen haben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)