19. April 2012 08:30 Uhr
Und jetzt schauen wir noch ins Lexikon und fragen uns - passend zum Tagesthema Kaiserschnitt: Was ist denn eigentlich ein Kaiser? Könige gibt es viele - aber nur einen Kaiser. So sah man das zumindest in der Antike. Damals nannte man ihn "Imperator". Er herrschte nicht nur über weltliche Belange, sondern stand als "gottgesandt" mit einem Bein über den irdischen Dingen. Der Begriff leitet sich vom römischen Imperator Gaius Julius Cäsar ab, der im letzten vorchristlichen Jahrhundert herrschte. Der mit den Römern eigentlich ausgestorbene halb sakrale Herrschertitel wurde von Karl dem Großen im Jahre 800 wieder eingeführt. Er galt als Beschützer des christlichen Abendlandes. Später wurde er dann zum Sammelbegriff für Monarchen mit angeblich göttlicher Abstammung - christlich oder nicht. Der japanische "Tenno" ist der letzte verbliebene Kaiser unserer Tage.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)