19. April 2012 09:31 Uhr
Vor 76 Jahren ist der Tasmanische Tiger ausgestorben. Nun haben Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung gemeinsam mit internationalen Kollegen herausgefunden, dass das Tier eine begrenzte genetische Vielfalt besaß. Dafür verglichen die Forscher DNA-Proben, die sie aus alten Museumsexemplaren extrahierten.
Eine hohe genetische Vielfalt ist für Populationen von Vorteil, weil sie es ihnen ermöglicht, sich an veränderte äußere Einflüsse anzupassen. Dass der Tasmanische Tiger keine große Vielfalt besaß, könnte den Forschern zufolge daran liegen, dass Tasmanien sich vor zehn- bis dreizehntausend Jahren vom australischen Festland abgespaltet hat - und daher lange keine Gene von außen dazukamen.
Der Tasmanische Tiger wurde auf Tasmanien bis zu seiner Ausrottung gejagt. Das letzte in Gefangenschaft lebende Exemplar war 1936 im australischen Hobart Zoo gestorben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)