19. April 2012 11:23 Uhr

Astrophysiker widerlegen Theorie zur Kosmischen Strahlung

Aus dem Weltall regnet ununterbrochen ein Teilchenhagel auf die Erdatmosphäre. Das wird als Kosmische Strahlung bezeichnet.

Bisher gingen Wissenschaftler davon aus, dass die Strahlung durch die Explosion von Sternen entsteht. Dabei könnte genug Energie entstehen, um elektrisch geladene Teilchen Richtung Erde zu schleudern. Ein internationales Forscherteam stellt diese Theorie jetzt in Frage.

Die Wissenschaftler hatten die Kosmische Strahlung vom Südpol aus mit einem Teleskop beobachtet. Wie sie in der Zeitschrift "Nature" berichten, suchten sie dabei vergeblich nach bestimmten Elementarteilchen, die es laut der Theorie eigentlich hätte geben müssen.

Ihre Folgerung: Entweder die Strahlung wird doch nicht durch Sternexplosionen verursacht - oder, die bisherigen Rechenmodelle sind falsch. Die Forscher wollen jetzt das Teleskop ausbauen, um noch mehr Messungen durchzuführen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)