19. April 2012 12:22 Uhr

Pflaster als Therapie gegen Heuschnupfen

Etwa jeder Dritte hat eine Pollenallergie. Einzig wirksames Mittel dagegen war bislang eine Immuntherapie, die mehrere Jahre dauert. Forscher der Universität Zürich haben jetzt eine neue, schnellere Behandlungsmethode entwickelt: ein Pflaster gegen Heuschnupfen.

Es wird auf den Oberarm geklebt und bringt die Allergene von Gräserpollen in die Haut ein. Die Wissenschaftler haben sich dabei zwei Eigenschaften der Haut zunutze gemacht. Erstens hat die Haut viele Immunzellen, die schnell mit Abwehrreaktionen auf Fremdkörper wie Allergene reagieren. Zweitens befinden sich in den äußeren Hautschichten keine Blutgefäße, so dass die Allergene nicht in den Blutkreislauf gelangen. Das würde nämlich zu einem allergischen Schock führen.

Erste Tests an mehr als 130 Patienten zeigten den Forschern zufolge, dass die Heuschnupfen-Syptome mit dem Pflaster um 70 Prozent gesenkt werden können.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)