19. April 2012 14:00 Uhr
Wie man richtig mit Schriften, Tondokumenten oder Filmen aus der NS-Zeit umgeht, ist weiterhin umstritten. Zuletzt gab es wieder eine Diskussion um das Hitler-Buch "Mein Kampf", mit der sich die Deutschlandfunk-Sendung "Studiozeit" heute Abend beschäftigt.
Im Rahmen der Sammeledition "Zeitungszeugen" sollten Auszüge des Buchs veröffentlicht werden. Das Münchner Landgericht hat das verboten. Leser der "Zeitungszeugen" empfanden das Verbot als Bevormundung, durch die sie aus ihrer Sicht daran gehindert werden, sich selbst ein Urteil zu bilden. Der Historiker Wolfgang Benz hält den Abdruck nationalsozialistischer Zeitungen für eine Form der Aufklärung. Er glaubt auch nicht, dass Neonazis das Material nutzen könnten, da diese eher mit Parolen arbeiteten, die zu heutigen Problemen passten.
Mehr zur Diskussion um "Mein Kampf" oder auch um die Verwendung von Filmausschnitten aus der NS-Zeit hören sie im Deutschlandfunk in der Sendung "Studiozeit" ab 20:10 Uhr.
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Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)