19. April 2012 16:55 Uhr
Der chinesische Künstler Ai Weiwei steckt in einer Sackgasse. Um einen Prozess gegen die chinesischen Finanzbehörden führen zu können, muss er den Stempel seines Unternehmens vorweisen. Genau dieser Stempel wurde aber von der Polizei beschlagnahmt, als sie die Räume wegen angeblicher Steuerhinterziehungen durchsuchte. An den Stempel heranzukommen, ist für den Künstler unmöglich.
Ais Frau, die Geschäftsführerin der "Beijing Fake Cultural Development Limited", hat jetzt um eine Ausnahmeregelung gebeten. Eine Antwort des Gerichts steht noch aus.
In China werden Dokumente häufig nicht mit einer Unterschrift besiegelt, sondern mit einem personalisierten Stempel.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)