20. April 2012 06:51 Uhr

Schriftsteller Ma Jian protestiert gegen Zensur in China

Auf der Londoner Buchmesse wird man die Stimme der zensierten Schriftsteller Chinas nicht hören. Dieser Meinung ist der chinesische Autor Ma Jian. Er kritisierte im britischen "Guardian" die Veranstalter der Messe dafür, dass sie mit der offiziellen chinesischen Agentur für Presse und Publikationen kooperierten. Diese zensiere jeden Roman, in seinem Heimatland habe kein Autor Redefreiheit. Die 180 Vertreter chinesischer Verlage seien "Sprachrohre der kommunistischen Partei". Der Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo und seine Frau seien dagegen gar nicht erst eingeladen worden. Die diesjährige Londoner Buchmesse legt einen besonderen Fokus auf den Buchmarkt in China.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)