20. April 2012 06:51 Uhr
Auf den Gipfeln der Berge wird es für bestimmte Pflanzen eng. Denn der Klimawandel gefährdet nach Ansicht des "Internationalen Netzwerks zur Klimafolgenforschung in Gebirgen" die Artenvielfalt der Gebirgspflanzen. Für die Analyse hatten die Forscher vom Institut für Gebirgsforschung an der Universität Wien die Pflanzenarten auf 60 europäischen Gipfeln untersucht - und festgestellt, dass sich wärmeliebende Pflanzen immer weiter oben ansiedeln, weil es dort wärmer wird. Dabei verdrängen sie allerdings in Nord- und Zentraleuropa die Pflanzen, die dort ursprünglich beheimatet waren - nämlich kälteliebende Pflanzen. In der Mittelmeerregion verringerte sich die Anzahl der Arten auf so gut wie allen untersuchten Gipfeln. Zu den aussterbenden Pflanzen gehören den Forschern zufolge viele Heilpflanzen; es gingen also potentiell sehr wertvolle Ressourcen verloren.
Ihre Analyse haben die Forscher in den Zeitschriften "Science" und "Nature Climate Change" veröffentlicht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)