20. April 2012 06:53 Uhr
Eisbären gibt es schon wesentlich länger als gedacht. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung in Frankfurt am Main. Sie hatten das Erbgut von Braun- und Eisbären miteinander verglichen und dabei eine genauere Methode angewendet als bisher. Dafür haben sie jetzt vor allem Stücke aus der DNA der Zellkerne - und nicht wie bisher üblich aus den Mitochondrien - analysiert. Ihre Ergebnisse präsentieren sie im Fachmagazin "Science".
Der Eisbär hatte sich als eigene Art vom Braunbär abgespalten - bislang war jedoch umstritten, wann das war. Nach den Erkenntnissen der Frankfurter Forscher ist der Eisbär schon 600.000 Jahre alt. Vier - bis fünf mal älter als bisher gedacht. Daraus folge allerdings auch, dass der Eisbär viel länger Zeit hatte, sich an das kalte Klima in seinem Lebensraum anzupassen. Das bedeute, dass der Eisbär nicht so anpassungsfähig sei, wie bislang angenommen. Der Klimawandel könne dem Tier also schwer zu schaffen machen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)