20. April 2012 08:34 Uhr

Jeder siebte US-Amerikaner bezieht Lebensmittelmarken

Bei dem Stichwort staatliche Lebensmittelhilfe denken die meisten wohl nicht zuerst an die USA. Wie das Haushaltsbüro des US-Kongresses bekanntgab, bezog im Jahr 2011 aber jeder siebte Amerikaner Lebensmittelmarken. Das seien 70 Prozent mehr als noch vor Beginn der Wirtschaftskrise 2007. Eine Studie des US-Städtetags zeigte, dass die Nachfrage nach den Marken so groß ist, dass die Städte sie nicht erfüllen können. Bei den meisten Städten reiche das Budget nicht aus. Ein Viertel der Menschen, die Unterstützung benötigten, hätten keine erhalten.

Das Thema spielt auch eine Rolle im US-Wahlkampf. Der Republikaner Mitt Romney warf Präsident Barack Obama vor, die USA in einen Wohlfahrtsstaat nach europäischen Modell zu verwandeln.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)