20. April 2012 14:05 Uhr
Zuviele Fouls in der Politik? Zumindest aus sprachlicher Sicht ist das so, findet der Linguist Armin Burkhardt.
Der Vorsitzende der Gesellschaft für deutsche Sprache sagte in einem Vortrag, Politiker benutzten immer mehr Metaphern aus der Fußballsprache - wie eben "Foul" oder "Eigentor". Damit wollten sich Politiker "beim Volk anbiedern", weil sie glaubten, diese Sprache werde von den Menschen besonders gut verstanden. Burkhardt warnte jedoch davor, solche sprachlichen Bilder häufig zu verwenden. Das banalisiere und verharmlose die Politik - und die sei schließlich "mehr als Unterhaltung". - Armin Burkhardt ist Professor für germanistische Linguistik der Universität Magdeburg.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)