20. April 2012 15:55 Uhr

Heilsames Spiel? Mit einem Avatar sollen Jugendliche Gefühle beherrschen lernen

Ein Computerspiel, das heilen kann?

Ein neuer Vorschlag aus dieser Rubrik kommt jetzt aus Neuseeland. Im einem Fachblatt ("British Medical Journal") wird berichtet, dass in einem Test das eigens entwickelte 3-D-Fantasy-Spiel SPARX ebenso gute Therapieerfolge bei Depressionen brachte wie die gewöhnlichen Therapiesitzungen.

Die Forscher der Universität von Auckland ließen 94 Jugendliche im Durchschnittsalter von Fünfzehneinhalb drei Monate lang spielen. Ein Avatar soll dabei verschiedene Herausforderungen meistern - unter anderem soll er lernen mit Wut, Frust und seelischen Verletzungen umzugehen. Außerdem sollen negative Emotionen in Kreativität umgewandelt werden.

Nach Angaben der Forscher waren die Erfolge ähnlich wie in der Vergleichsgruppe, die konventionell behandelt wurde. Depressionen, Angstzustände und das Gefühl der Hoffnungslosigkeit seien deutlich zurück gegangen. Die Patienten schätzten, dass sie das Spiel zu Hause spielen und ihr Tempo dabei selbst wählen können.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)