20. April 2012 16:27 Uhr
Es wird als das "Pompeji Chinas" bezeichnet. Archäologen haben in der nordchinesischen Region Xinjiang eine Stadt aus dem 2.Jahrhundert entdeckt. Wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, handelt es sich dabei um die am besten erhaltene Stadtruine, die man seit Gründung der Volksrepublik ausgegraben hat. Die Stadt sei über Jahrhunderte vom Sand der Taklimakan-Wüste bedeckt. Nur weil der Wind Teile der Stadtmauer freigeweht hatte, sei man überhaupt auf die Siedlung aufmerksam geworden. Der südliche Teil der Wüste Taklimakan gilt als wahre Fundgrube für Archäologen. Weil die Seidenstraße durch das ehemals fruchtbare Gebiet führte, entstanden hier seit dem 2. Jahrhundert vor Christus prosperierende Städte.
Die Entdeckung der Siedlung wird von den chinesischen Archäologen als der wichtigste Fund seit der Entdeckung der Stadt Niya gewertet. 1901 fand der britische Forscher Aurel Stein Ruinen der Stadt Niya, die offensichtlich die Hauptstadt des Königreichs Jingjue (ca 300 v. Chr bis 400 n. Chr.) war.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)