20. April 2012 18:00 Uhr

Online bis ins Jenseits: QR-Codes auf Grabsteinen

Wenn sich die Idee durchsetzt, sollte man beim Friedhofsbesuch nicht mehr ohne Smartphone unterwegs sein.

Die Katholische Nachrichtenagentur berichtet von zwei Steinmetzen, die einen QR-Code auf dem Grabstein anbieten. In den USA und Japan sei der Code schon weiter verbreitet, hier in Deutschland gebe es bisher nur die beiden Anbieter in Köln und Wetter an der Ruhr. Man könne mit dem QR-Code zum Beispiel auf die Timeline eines Sozialen Netzwerks verlinken. Dort könnten alle Freunde des Verstorbenen kondolieren.

Den "Quick-Response-Code" kennt man eigentlich von Werbetafeln in den Innenstädten. Mit dem Handy abfotografiert dient er als Link zu weiteren Informationen zum beworbenen Produkt.

Technisch würde das auf dem Friedhof genauso funktionieren. Internetseiten mit Kondolenzbüchern und Lebensdaten gibt es bereits. Der QR-Code wäre dann die Verbindung vom tatsächlichen Grab ins Netz. Er soll übrigens nicht etwa aufgeklebt, sondern witterungsfest direkt in den Stein gemeißelt werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)