23. April 2012 06:27 Uhr
Ai Weiwei steht in China unter Hausarrest. Trotzdem kämpft er weiter. So hat der chinesische Künstler und Regierungskritiker die Behörden seines Landes erneut scharf kritisiert. In einem Interview mit der Zeitung "Die Welt" warf er dem Steueramt in Peking illegales Verhalten vor. Erst nach seiner Festnahme wegen angeblicher Steuerhinterziehung sei die Steuerbehörde damit beauftragt worden, Beweise gegen ihn zu finden. Ai habe außerdem keine öffentliche Anhörung bekommen, die Behörden seien regelwidrig mit Beweismaterial und Bankunterlagen umgegangen und hätten Zeugen unter Druck gesetzt. Der Zeitung zufolge hat Ai vor einer Woche formal Klage gegen das Steueramt eingereicht.
Wegen Steuerhinterziehung soll Ais Künstleragentur umgerechnet 1,7 Millionen Euro nachzahlen. Der Künstler bestreitet die Vorwürfe.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)