23. April 2012 09:20 Uhr

Brain Freeze-Mechanismus enträtselt

Ein zu großer Schluck Eiswasser und schon fühlt sich das Hirn an, als würde es einfrieren. Das Phänomen "Brain Freeze" ist bekannt, was es auslöst, dagegen nicht. Für Wissenschaftler aus Irland und den USA haben sich über zehn mutige Probanden dem unangenehmen Gefühl ausgesetzt. Davon berichteten die Forscher auf der Jahreskonferenz "Experimental Biology" in San Diego. Beim Brain Freeze weitete sich demnach die vordere Gehirnschlagader der Testpersonen, sodass plötzlich mehr Blut ins Gehirn floss. Die Erklärung der Wissenschaftler: Um das Gehirn vor der Kälte zu schützen, wird warmes Blut in den Kopf gepumpt. Das erhöht dort aber kurzzeitig den Druck und verursacht Schmerzen.

Die Ergebnisse sollen neue Therapien für verschiedenste Kopfschmerzarten eröffnen. Nach Angaben der Wissenschaftler sind die Versuche mit Kälte anderen überlegen, die Schmerzen mithilfe von Medikamenten auslösen. Letztere könnten die Untersuchungen verfälschen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)